Für alle, die sich in letzter Zeit wundern, warum in der Uni plötzlich so viele Plakate herumhängen, und die sich fragen, was dieses ominöse StuPa eigentlich ist, hier mal ein paar Infos dazu:
Was ist das StuPa eigentlich?
Das StuPa ist die im Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) festgelegte rechtmäßige Vertretung aller Studierenden an der Humboldt-Universität. Im Parlament entscheiden Studierende selbst über ihre eigenen Angelegenheiten. Damit ist es neben eurem Fachschaftstrat (oder eurer Fachschaftsinitiative) und dem RefRat die wichtigste direkte Vertretung eurer Interessen nach innen und außen. Es besteht aus 60 Mitgliedern und wird jährlich von den Studierenden der Humboldt-Universität gewählt.
Welche Aufgaben nimmt das StuPa wahr?
Es ist als rechtsfähige Teilkörperschaft der Universität das zentrale Organ der Selbstverwaltung der StudentInnenschaft.
Das bedeutet: Hier wird alles geregelt, was für uns alle außerhalb der Prüfungs- und Studienordungen für das Leben an der Universität wichtig ist.
Dazu zahlen alle immatrikulierten Studierenden jedes Semester bei der Rückmeldung einen Beitrag von 7€, den das StuPa verwaltet.
Ein Drittel davon geht an die einzelnen Fachschaften, die damit ihre Veranstaltungen, Tagungen, Partys, Ausstattung der Fachschaftsräume und so weiter finanziert. Der Rest ist dazu da, um die im Berliner Hochschulgesetz geregelten Aufgaben (§18, Absatz 2) wahrzunehmen. Dazu gehört zum Beispiel, “bei der sozialen und wirtschaftlichen Selbsthilfeder Studierenden mitzuwirken”. Dies setzt das StuPa um, indem es unter anderem eine umfangreiche Sozialberatung finanziert, die für alle Studierenden völlig kostenlos angeboten wird. Ihr könnt euch dort zu Studiums- und Prüfungsfragen beraten lassen – auch von einem Anwalt. Zusätzlich gibt es eine wöchentliche allgemeine Rechtsberatung, in der darüber hinausgehende Rechtsfragen besprochen werden können. Daneben beraten euch andere Studierende zu vielen verschiedenen Themenbereichen wie BaföG, Arbeitsrecht, chronischen Krankheiten und Enthinderung, Studieren mit Kind, etc. (siehe www.refrat.de/beratung). Außerdem gibt es den Kinderladen „Die Humbolde“, wo studierende Eltern ihre Kinder während der Seminare – und sogar in den Semesterferien – betreuen lassen können.
Zusätzlich wird das Geld ebenfalls für studentische Initiativen wie z.B. die Historische Kommission der Studierendenschaft oder Publikationen wie den Kalender „StudKal“ und die Zeitschrift “HUch!” verwendet, um das studentische Leben an der Universität zu bereichern und Studierenden die Möglichkeit zu geben, Projekte für andere Studis an der Uni zu verwirklichen.
Daneben wählt das StuPa die ReferentInnen des ReferentInnenRates (gesetzl. AStA) und ist dafür zuständig, deren Arbeit kritisch zu diskutieren.
Kann ich da mitmachen?
Klar! Zwar sind die Wahlen zwar nur einmal im Jahr, allerdings freuen sich die meisten Listen – wie zum Beispiel die LuSt – auch mitten in der Legislatur über Zuwachs und Unterstützung. Eine Übersicht der derzeit im StuPa aktiven Listen findest du zum Beispiel hier: Studentischer Wahlvorstand.
Allerdings kannst du dich nicht nur über Listen im StuPa engagieren, denn laut der Geschäftsordnung der Studierendenschaft gilt: “Jedes Mitglied der Studierendenschaft hat Rede- und Antragsrecht”. Das bedeutet, du musst nicht gewählt sein, um dich an Debatten direkt zu beteiligen und deine Interessen im StuPa einzubringen oder dir die Sitzungen einfach mal anzuschauen. Achte dazu auf die Aushänge an den Studentischen schwarzen Brettern oder aber schau mal hier rein: www.stupa.hu-berlin.de. Dort kannst du die nächsten Sitzungstermine und die nächste Tagesordnung einsehen, um zu entscheiden, ob die anstehenden Themen dich interessieren. In der Regel tagt das Parlament während der Vorlesungszeit einmal im Monat. In den Sitzungen kannst du außerdem auch Vertreter_innen der Liste, bei der du evt. gern mitarbeiten würdest, direkt ansprechen. (Diese brauchst du allerdings nicht, um deine An-(oder Redebei-)träge selbst einzubringen, auch wenn einige Listen dies behaupten).
Und warum sollte ich die LuSt wählen?
Die Arbeit der LuSt hat lange Tradition. Sie ist die einzige Liste, die seit Jahren sowohl im Studierendenparlament als auch in den universitären Gremien aktiv ist. Dadurch können wir eure Interessen in der studentischen und der akademischen Selbstverwaltung besonders nachhaltig vertreten und unsere Erfahrungen an jeder Stelle optimal einbringen. Unsere Liste setzt sich aus Studierenden der unterschiedlichsten Studiengänge zusammen, so dass wir uns nicht auf die Interessen bestimmter einzelner Gruppen (oder Fachschaften) konzentrieren. Wir interessieren uns für die Belanger aller Studierenden. In unserem Engagement sind wir unabhängig von Parteien, Institutionen, Stiftungen oder sonstigen Organisationen, die Interessengruppen finanzieren oder beeinflussen.
Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam etwas bewegen können, dass die soziale Lage der Studierenden unser Hauptaugenmerk sein muss, aber die Unterhaltung nicht vergessen werden darf. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass für alle Studierenden das Leben in und vor allem um die Seminare herum so angenehm und interessant wie möglich gestaltet werden kann. Egal ob Kind reicher Eltern, selbst Elternteil, dreifach erwerbstätig oder müßiggehend, ob mit Behinderung oder chronisch krank, ob über- oder unterfordert, ob kurz vorm Abschluss oder im ersten Semester, ob in Adlershof oder Mitte. Wir sind für eure Probleme und Wünsche offen, damit unsere Uni diesen Titel auch verdient.
Zentrale Wahllokale
Adlershof:
voraussichtlich Erwin Schrödinger-Zentrum, Konferenzraum 0‘119 (beim TIM‘s), Rudower Chaussee 26, geöffnet jeweils von 10.30 bis 15.30 Uhr, Wegbeschreibung
Mitte (süd):
Unter den Linden 6 (Hauptgebäude), Garderobe gegenüber dem Audimax, geöffnet jeweils 10:00-18:00 Uhr
Mitte (nord):
Mensa Nord, Hannoversche Straße 7, geöffnet jeweils 11:30-14.30 Uhr
Mitte (Grimm-Zentrum):
Geschwister-Scholl-Straße 3, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Foyer, geöffnet jeweils 15:30-18:00 Uhr
Die genauen Standorte und Öffnungszeiten der dezentralen Wahllokale sind noch nicht alle festgelegt, können aber auf der homepage des studentischen Wahlvorstandes nachgesehen werden. In den dezentralen Wahllokalen können nur diejenigen wählen, die an den jeweiligen Fakultäten studieren.
Studiticket und Ausweis nicht vergessen!